A

Archivierung

Speicherung von Daten, welche nicht mehr verändert bzw. nicht mehr benötigt werden und für lange Zeit sicher aufzuheben sind. Wegen der begrenzten Lebensdauer der Sicherungsmedien sollten die archivierten Daten alle paar Jahre überprüft und auf neue Medien umkopiert werden.

B

Backup

Backup (deutsch Datensicherung) ist eine Kopie vorhandener Daten des produktiven Einsatzes zum Zweck der Wiederherstellung bei Verlust, unbeabsichtigtem Löschen oder Verfälschung.

Backup

"Backup" ist die englische Bezeichnung für das deutsche Wort "Datensicherung".

C

CDP

Wenn jede Datei unmittelbar nach jeder Änderung gesichert wird und diese „Schnappschüsse“ aufbewahrt werden heißt das Verfahren „Continuous Data Protection (CDP)“. Im Recovery-Fall kann der Zustand des Datenträgers auf jeden beliebigen Zeitpunkt zurückgesetzt werden.

Computer-Security

Bei dem Begriff "Computer-Security" geht es um den Schutz vor absichtlichen Störungen, wie zum Beispiel durch Viren, Trojaner, Sabotage, Ausforschung oder Datendiebstahl.

D

Datenarchivierung

"Datenarchivierung" bezeichnet ausgewählte Daten die über Jahre, Jahrzehnte und vielleicht sogar über Jahrhunderte sicher aufbewahrt werden.

Datensicherung

Die Kernfunktion der "Datensicherung" ist es, Kopien von aktuellen Systemzuständen zu erstellen, um nach einem Datenverlust einen früheren Zustand wiederherstellen zu können. 

Differenzielle Sicherung

Bei einer vorangehenden Vollsicherung müssen alle kopierten Dateien als gesichert gekennzeichnet werden, indem das „Archiv“- Attribut zurückgesetzt (gelöscht) wird. Alle Dateien, die nach dem Zeitpunkt der letzten Vollsicherung erstellt bzw. geändert werden, bekommen vom Betriebssystem das Archiv-Attribut gesetzt. Die Anzahl der gekennzeichneten Dateien wächst von Tag zu Tag. Die differenzielle Sicherung erfasst alle Dateien mit Archivattribut, ändert aber das Archivbit nicht. Wenn beispielsweise am Montag eine Vollsicherung erfolgte, werden am Dienstag die Veränderungen seit Montag gesichert, am Mittwoch die Änderungen von Montag bis Mittwoch usw.

Drei-Generationen-Sicherung

„Drei-Generationen-Prinzip“, das oft auch als „Großvater-Vater-Sohn-Prinzip“ benannt und wurde früher oft für Magnetbänderverwendet. Heutzutage kann man auch DVDs nutzen. Erste Generation: Man nutzt 5 bis 7 Bänder, für jeden Tag der Woche eins. Beschriften Sie diese mit „Montag“, „Dienstag“ usw. In jeder weiteren Woche kommen diese Bänder erneut zum Einsatz. Eine Ausnahme bildet der Frietag, man nutzt 5 Freitagsbänder, die man am Besten mit „Freitag 1. Woche“ usw. beschriften und einen Monat lang aufhebt. Diese Bänder bilden die zweite Generation. Achten Sie darauf, dass am Freitag eine vollständige Sicherung erfolgt, an den anderen Tagen darf es auch eine inkrementelle oder differenzielle Sicherung sein. Von jedem Monatsanfang wird eine Sicherung drei Monate lang oder - besser noch - für ein ganzes Jahr aufbewahrt. Dafür brauchen Sie drei oder zwölf Bänder. Dies ist die dritte Generation. Vernünftigerweise bewahrt man das Band mit dem Jahresabschluss noch zehn Jahre auf, das wäre die vierte Generation.

E

Externe Festplatte

Eine externe Festplatte ist ein Peripheriegerät, welches mit dem Computer verbunden werden kann, ohne dass er aufgeschraubt werden muss. Auch das Abstöpseln ist im laufendem Betrieb möglich, wenn die Festplatte vorher abgemeldet wird. Da externe Festplatten leicht transportiert werden können, werden sie auch als mobile Festplatten bezeichnet. Wenn Sie die Festplatte irgendwohin mitnehmen, sollte sie weich verpackt sein. Nachts können Sie die Festplatte zum Beispiel im feuerfesten Tresor lagern.

F

Forensisches Backup

Beim Löschen einer Datei wird nur der Dateiname gelöscht und der von der Datei belegte Speicherplatz wird als „frei“ markiert. Die eigentlichen Daten sind nicht gelöscht, sie sind lediglich nicht mehr ohne weiteres auffindbar. Diese als frei markierten Bereiche werden vom Imageprogramm in der Standardeinstellung nicht gesichert. In der Regel gibt es eine Betriebsart „Forensik“ o.ä., bei der auch die als unbenutzt deklarierten Bereiche gesichert werden. Ein solches Backup ist nützlich, wenn man nach einem Zwischenfall die Schuldfrage klären will.

I

Image

Ein Speicherabbild (engl. Image) ist eine 1:1 Kopie einer oder mehrerer Partitionen der Festplatte. Betriebssystem, Programme und Daten werden einschließlich ihrer Position auf der Festplatte gespeichert. Kopiert man das Image auf eine Festplatte zurück, entsteht ein exaktes Abbild, Bit für Bit identisch mit dem Original.

Inkrementelle Sicherung

Bei einer vorangehenden Vollsicherung werden alle kopierten Dateien als gesichert gekennzeichnet, indem das „Archiv“- Attribut zurückgesetzt (gelöscht) wird. Bei einer inkrementelle Sicherung werden nur diejenigen Dateien gesichert, die seit der letzten Vollsicherung oder einer vorhergehenden inkrementellen Sicherung erstellt oder geändert worden sind. Während der inkrementellen Sicherung wird das Attribut-Archiv deaktiviert (entfernt). Wenn beispielsweise am Montag eine Vollsicherung erfolgte, werden am Dienstag die seit Montag geänderten Dateien gesichert. Am Mittwoch werden die seit Dienstag geänderten Dateien gesichert usw.

M

Malware

"Malware" ist Schadsoftware: Viren, Würmer, Trojaner, Datendiebstahl (Phishing), Hacker-Attacken

N

NCDP

„NCDP“-Verfahren bedeutet Near Continuous Data Protection - sichert den Datenbestand in größeren Zeitabständen, beispielsweise stündlich oder alle fünf Minuten. Dazwischenliegende Zeitpunkte lassen sich nicht wiederherstellen, aber in vielen Fällen stört das nicht.

P

Protokollierung

Jede durchgeführte Datensicherung sollte protokolliert werden. Das Protokoll sollte enthalten: Datum, evtl. Uhrzeit, Bezeichnung des Datenträgers, sofern nicht offensichtlich, Art der Sicherung: Voll, differenziell oder inkrementell, Eventuelle Auffälligkeiten, Irgendeine Angabe, die einen Vergleich mit Vortagen ermöglicht, z. B. Anzahl der gesicherten Dateien, benötigte Zeit oder benötigter Speicherplatz. Wenn die Datensicherung funktioniert, sollten diese Zahlen allmählich wachsen, außer jemand hat „groß aufgeräumt“.

R

Restore

"Restore" bezeichnet den Vorgang der Rücksicherung, also wenn zum Beispiel eine Sicherungskopie auf den reparierten PC wieder übertragen wird.

Risikofaktor Physikalisch-chemische Vorgänge

Physikalisch-chemischen Vorgänge führen zu Datenverlust, wie zum Beispiel (Um-)Magnetisierung, Schmiermittel der Festplattenlager werden hart und verharzen, Trägermaterial zerfällt und trübt sich ein, Klebstoffe zersetzen sich oder die Verpackung reagiert mit dem Datenträger. Auch die Elektronik ist anfällig und so können Elektrolytkondensatoren austrocknen, Datenfehler durch Strahlung (Berge und im Flugzeug), Kontakte können durch Korrosion oder nachlassende Federkraft unsicher werden. Oder Kontaktprobleme innerhalb der Festplattenelektronik.

Risikofaktor Energieversorgung

Durch Blitzschlag in Strom-, Daten- und Telefonleitungen, Überspannungen durch Schaltvorgänge des Energieversorgers oder Ausgleichsströme durch falsche Verkabelung.

Risikofaktor Feuer

Nicht nur die Flammen sind gefährlich. Durch steigende Umgebungstemperatur kann ein eingeschalteter PC überhitzen. Aggressive Rauchgase können Leiterzüge zerfressen, Kriechströme verursachen und Kontakte korrodieren lassen. Nach dem Löscheinsatz ist die Luftfeuchtigkeit für einige Tage erhöht. Sie lässt Platinen aufquellen und Kontakte korrodieren.

Risikofaktor Flüssigkeiten

Die Waschmaschine in der Wohnung über Ihnen läuft aus. Ein Sturm beschädigt das Dach und ein Wolkenbruch folgt. Ein „Jahrhundert-Hochwasser“ kann öfter als alle hundert Jahre auftreten. Die Feuerwehr löscht einen Brand in der Etage über Ihnen.

Risikofaktor Hardware

Überhitzung schnell drehender Festplatten, Dauerbetrieb von Festplatten, die nicht für Dauerbetrieb ausgelegt sind, Vibrationen im Betrieb oder Erschütterungen beim Transport können zu Kopfaufsetzern führen, Überhitzung des Prozessors (der sogenannte „plötzliche P4 Tod“ [7]) und andere Elektronik-Ausfälle können zu Schäden am Dateisystem führen.

Risikofaktor Mensch

Bedienfehler (versehentliches Löschen einer Datei oder einer Dateiversion), Nichtbeachtung der Garantiebedingungen (viele Reparaturbetriebe stellen routinemäßig den Zustand beim Kauf wieder her und löschen dabei Ihre Daten), Fehler aus mangelndem Wissen über Computer und Software, unberechtigte Benutzer (Haustiere, die über die Tastatur laufen, und Kinder), falsche Anwendung von Hilfsprogrammen, vor allem von Partitionierungs-Tools, Nichtbeachtung von Warnhinweisen, Diebe räumen Ihre Wohnung aus, Sie vergessen das Notebook im Taxi oder in der Bahn, der Memory-Stick ist nicht mehr zu finden sowie „Schabernack“ oder Vandalismus durch Kinder, Kollegen oder Nachbarn beim Blumengießen.

Risikofaktor Software

"Software-Risikofaktoren" sind Fehler im Betriebssystem und Sicherheitslücken, inkompatible Programme, veraltete Hilfsprogramme, fehlerhafte oder unpassende Treiber sowie Datenverlust durch ein Update oder durch die Installation eines Servicepacks.

S

Safety

Bei „Safety“ geht es um den Schutz vor zufälligen Schäden wie Übertragungsfehler, defekte Festplatten oder DVDs, falsche Bedienung und versehentliches Löschen, Stromausfälle oder Blitzschläge.

Sicherungskopie

Mit "Sicherungskopie" und auch "Sicherheitskopie" wird der Datenträger mit den kopierten Daten bezeichnet.

T

Teilsicherungen

Ein Imageprogramm kann statt einer kompletten Partition auch nur ausgewählte Verzeichnisse kopieren.

W

Wiederherstellungszeit

Dauer, die benotigt wird um das System wieder in einen operativen Zustand zu versetzen. Schließt sämtliche Maßnahmen ein: Analyse, Beschaffung von Ersatzteilen, Neuinstallation von Software und Rückspielen der Sicherung.

Wiederherstellungszeitpunkt

Zeitspanne zwischen letzter Datensicherung und Zeitpunkt der eine Wiederherstellung erforderlich macht.

Z

Zurücksichern

Das Sichern von Daten ist ungefährlich, selbst wenn Sie Fehler machen. Schlimmstenfalls sichern Sie die falschen Daten oder zu wenig Daten. Beim Rücksichern können Sie allerdings Schaden anrichten. Beim Rücksichern werden alle neueren Daten zuverlässig und endgültig mit den alten Daten überschrieben. Wenn Sie diesbezüglich nicht sicher sind, erstellen Sie ein Image der kaputten Partition. Darin können Sie nötigenfalls alle Dateien finden, die Sie vielleicht noch brauchen.